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Übung

Erforschung Funktioneller Gruppen mit Raman- und IR-Spektroskopie

Lernziele:
  

  1. Erkennen der Vorteile der Raman-Spektroskopie und der IR-Spektroskopie

  2. Schwingungsspektroskopische Auswertung ähnlicher Verbindungen

 

Einleitung:

In der Chemie werden verschiedene Instrumente eingesetzt, um entweder die planmäßige Synthese einer Substanz zu überprüfen oder eine Verbindung zur Bestimmung ihrer Identität zu charakterisieren. Die am häufigsten für die Charakterisierung von Verbindungen eingesetzten Instrumente sind GC/MS, 1H- und 13C-FT-NMR sowie FT-IR. Die GC/MS liefert wertvolle Einblicke in die Größe und Polarität einer Verbindung. Mit NMR-Techniken können die vorhandenen funktionellen Gruppen bestimmt werden, sowie die Zahl der einzelnen Protonen und Kohlenstoffatome und deren Umgebung innerhalb des Moleküls. Beide Techniken liefern auch wichtige Informationen zur Reinheit der fertigen Verbindung. Die FT-IR-Spektroskopie ist ein zerstörungsfreies und schnelles Verfahren zur Identifizierung Funktioneller Gruppen und der Bindungsarten, die in einem Molekül vorliegen. Sie ist oft das erste eingesetzte Verfahren, da die Erfassung eines Spektrums extrem einfach ist und die Ergebnisse sich problemlos interpretieren lassen. Eine weitere Technik, die ähnliche Informationen liefert wie die FT-IR-Spektren aber unter bestimmten Bedingungen andere Stärken hat, ist die Raman-Spektroskopie. Die Raman-Spektroskopie ist eine sehr alte Technik, die früher destruktiv war, ein großes Instrument und eine umfangreiche Probenvorbereitung erforderte. Heute steht sie ergänzend zur FT-IR-Spektroskopie als zerstörungsfreies, schnelles und leicht anzuwendendes spektroskopisches Charakterisierungswerkzeug zur Verfügung.

 

In diesem Versuch lernen Sie die Leistungsfähigkeit der FT-IR- und der Raman-Spektroskopie kennen, die man beide auch als Schwingungsspektroskopien bezeichnet.